In Zusammenarbeit mit der Kreishandwerksmeisterin Frau Rosentritt und der Alfons-Goppel-Schule fand ein erster Kontakt zwischen Berufsschule und jungen Flüchtlingen statt. Die Syrer, die bereits in ihrer Heimat im Nahrungsmittelbereich tätig waren, hatten die Möglichkeit, deutsche Backtradition und Backkultur kennenzulernen. Berufsschullehrer Herr Seufert gab ihnen die Gelegenheit, Schwarzbrot, Brötchen sowie Plundergebäck herzustellen. Neuartig war für sie dabei die Art, wie deutsches Brot gebacken wird. Aus Syrien sind sie eher mit Produkten aus Weißmehl vertraut, deren Kruste und Konsistenz sich von einem Mischbrot stark unterscheiden. Nach der Zubereitung des Teiges wurden die Brote handwerklich hergestellt, um danach im Gärraum auf den Backvorgang zu warten. In der Zwischenzeit wurden verschiedene Brötchen geformt, geflochten und mit Mohn oder Kümmel bestreut. Als letztes stand Plundergebäck auf dem Programm. So konnten die Teilnehmer einen Einblick ins Tourieren gewinnen; bei diesem Vorgang wird die Butter so in den Teig eingearbeitet, dass er danach aus verschiedenen Schichten besteht – allgemein als Blätterteig bekannt. Eine Füllung mit Vanille oder Nuss und das Verzieren mit Marmelade und Zuckerguss ließen die süßen Teilchen dann bald das typische Aussehen erlangen, wie wir es aus der Bäckerei gewohnt sind.

Voller Begeisterung und mit viel Motivation gingen die Flüchtlinge dabei ans Werk. Nun bleibt zu hoffen, dass sie nach dem Erlernen der deutschen Sprache bald wieder in ihren Berufen arbeiten können.

Herzlichen Dank an dieser Stelle auch an Herrn Schöler, dass wir die Räume nutzen dürften.