Am 2. Mai 2018 fand der mittlerweile bereits 21. Arbeitskreis Jugend in Bewegung in den Räumlichkeiten der GbF Schweinfurt statt. Die Einladung zu dieser beliebten Gelegenheit intensiven Austauschs wurde von den Netzwerkpartnern wieder mit großem Interesse angenommen. So waren auch dieses Mal über 40 Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Institutionen von Jobcenter und Arbeitsagentur, über Bildungsträger und Einrichtungen der Jugendhilfe, bis Berufsschulen vertreten.

Thematisch lagen bei diesem Treffen die Berufsintegrationsklassen (BIK) und die Anschlussmöglichkeiten für deren Schülerinnen und Schüler im Fokus. In Schweinfurt gibt es derzeit insgesamt 18 BIKs, deren Schüler aus aktuell acht Abgangsklassen im Anschluss eine weitere Orientierung und Anbindung benötigen. Die Möglichkeiten, aber auch die Herausforderungen, die in diesem Zusammenhang entstehen, wurden im Laufe des Nachmittags intensiv und kontrovers diskutiert.

Auch dieses Mal präsentierten zunächst die Arbeitsagentur, vertreten durch Frau Pfennigsdorf, und das Jobcenter der Stadt, vertreten durch Frau Weinig und Frau Barthelme, die aktuellen Zahlen und Neuigkeiten aus ihrer Arbeit mit den Jugendlichen. Dabei gaben Sie insbesondere Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der Flüchtlingsarbeit. Der dabei entstandene Austausch ermöglichte den Vertreterinnen des Jobcenters und den Verantwortlichen der Berufsschulen einen vertieften Einblick in die jeweiligen Arbeitserfahrungen im Zusammenhang mit den Schülerinnen und Schülern der Berufsintegrationsklassen.

Im Anschluss gab Herr Schäfer einen Überblick über die vielfältigen Sprach- und Integrationskursangebote der GbF und zeigte einige Herausforderungen auf, die ihm in seiner alltäglichen Arbeit begegnen. In der Diskussion wurde deutlich, dass die Sprachzertifikate häufig nicht das tatsächlich vorhandene Sprachniveau widerspiegeln, woraus sich in aufbauenden Sprachkursen, aber auch beim Besuch der Berufsschule im Rahmen einer Ausbildung Schwierigkeiten ergeben können. Der Jobbegleiter Herr Alkheder berichtete aus seinem Arbeitsalltag und konnte aufgrund seiner syrischen Wurzeln den Anwesenden interessante Einblicke in der Hintergründe der Schul- und Berufsbildung in Syrien geben. Herr Alkheder unterstützt im Rahmen seiner Arbeit bei der GbF Flüchtlinge ab 25 Jahren bei der beruflichen Integration. Er sieht die Kombination aus Sprachkursen und Betriebspraktika als idealen Weg, um eine Integration in Ausbildung zu gewährleisten.

Abschließend gaben Frau Öznur und Frau Bachert, Bildungskoordinatorinnen für Neuzugewanderte der Stadt und des Landkreises Schweinfurt, einen Überblick über die zahlreichen Maßnahmen und Unterstützungsmöglichkeiten für Flüchtlinge von der Berufsvorbereitung bis zur Begleitung während der Ausbildung. Die Angebote sind zahlreich und die Gelegenheit verschiedene Perspektiven für die Schülerinnen und Schüler zu diskutieren, wurde rege genutzt.

Der Arbeitskreis war auch dieses Mal sehr informativ und ein reger Austausch gab neue Denkimpulse. Es konnten verschiedene Problemstellungen aufgedeckt und offene Fragen mit den passenden Ansprechpartnern diskutiert werden.
Wir bedanken uns bei allen Anwesenden für den interessanten Nachmittag!