Vergangene Woche beendete die GbF den ersten Sprachkurs für Flüchtlinge, der seit November in den Räumlichkeiten in Schweinfurt angeboten wurde. Dabei stand neben dem ersten Kontakt mit der deutschen Sprache auch das Thema „Leben und Kultur in Deutschland“ im Vordergrund. Kursleiter Markus Schäfer legte zusammen mit Flüchtlingscoach Hamzeh Alkheder ein besonderes Augenmerk auf Lernorte außerhalb des Klassenzimmers. So standen immer wieder Besuche bei verschiedenen Institutionen, wie zum Beispiel dem Rathaus, an. Dort bekamen die Flüchtlinge gezeigt, welche Dinge man auf einer Behörde erledigen kann. Doch auch der Alltag in Deutschland kam dabei nicht zu kurz. Herr Schäfer erklärte am Bahnhof oder am Rossmarkt das System des Öffentlichen Nah- und Fernverkehrs und praktizierte das Gelernte als Abschluss mit seiner Gruppe. Als Höhepunkt des Kurses fuhren alle zusammen nach Bamberg und die Flüchtlinge konnten sich selbst auf Deutsch in einer anderen Stadt mithilfe ihres Lehrers zurechtfinden.

Auch führte sie ihr Weg dann noch nach Würzburg, wo sie weitere Einblicke in die deutsche Kultur und deren Geschichte erhielten. Hier stand für Kursleiter Schäfer im Fokus, den Syrern christliche Traditionen zu erklären und ihnen die Feiertage in Deutschland näher zu erläutern. Lebendig wurde diese Unterrichtseinheit dann am Grab der Frankenapostel, zu deren Ehren man bis heute Kiliani feiert. Auch die Bedeutung der Universität sowie die kunstgeschichtliche Stellung der Residenz konnte vor Ort begreifbar gemacht werden. Für die Flüchtlinge war dieser Tag ein voller Erfolg, da sie einmal hautnah am Leben in Deutschland teilnahmen, was ihnen in ihrem Alltag bisher sonst oft fehlt.