BAD NEUSTADT (TS) Die Gesellschaft zur beruflichen Förderung Schweinfurt (GbF) stellte im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit zum erstem September 19 Berufsanfänger ein. Die Auszubildenden sind Rehabilitanten – also junge Menschen mit Behinderung oder Benachteiligung, die während ihrer Lehrjahre durch die Ausbilder, Pädagogen und Lehrer der GbF eine besondere Förderung und Betreuung erfahren. Von den neuen Auszubildenden werden zwöf in so genannter kooperativer Form ausgebildet, also in Zusammenarbeit mit örtlichen Ausbildungsbetrieben, wo der praktische Teil der Ausbildung stattfindet.

Auf diese Art kann die GbF, ein Tochterunternehmen der Handwerkskammer Unterfranken, ein breites Spektrum an Berufen anbieten, das weit über die Möglichkeiten der eigenen Werkstätten hinaus geht. Die Ausbildungsberufe der „Neuen“ im Einzelnen: Hotelfachfrau, Friseurin, Fachlagerist, Verkäufer, Kauffrau im Einzelhandel, Kaufmann für Bürokommunikation und Maler- und Lackierer-Fachwerker.

Insgesamt beschäftigt die GbF in Bad Neustadt derzeit 60 Auszubildende. Mitte des Monats werden voraussichtlich noch etwa 15 Berufsanfänger hinzu kommen. Auftraggeber der Gesellschaft zur beruflichen Förderung sind die Agenturen für Arbeit, und die kommunalen Arbeitsgemeinschaften (ARGEs), die mit dieser Form der Ausbildung einen erheblichen Beitrag leisten, um jungen Menschen nicht nur einen qualifizierten Abschluss zu ermöglichen, sondern auch dazu, den örtlichen Handwerks- und Wirtschaftsbetrieben ausgebildete Fachkräfte zuzuführen. Insbesondere für junge Menschen mit Behinderung oder Benachteiligung ist die Ausbildung in überbetrieblichen Einrichtungen, wie sie bei der GbF stattfindet, oftmals die einzige Chance für einen erfolgreichen Eintritt in den Arbeitsmarkt.

Neben der Berufsausbildung bietet die GbF auch unterschiedliche berufsvorbereitende und ausbildungsbegleitende Hilfen und Qualifizierungskurse an.

Erscheinungsdatum 2006-09-19 Autor unbekannt Quelle Rhön- und Saalepost