Die Vertreter vielzähliger Institutionen der Jugendarbeit aus der Region Schweinfurt trafen sich am 11.04.2019 nun bereits zum 23. Mal zum Arbeitskreis „Jugend in Bewegung“, organisiert durch das Projekt RABE der GbF. Thomas Schlereth als Vertreter der Berufsberatung eröffnete mit einem Vortrag über die Neuigkeiten aus der Agentur für Arbeit. Dabei gab er wieder interessante Einblicke in die Vermittlungsstatik. Der Ausbildungsmarkt ist so gut wie nie und es gibt derzeit mehr freie Ausbildungsstellen als Bewerber. Auch schwache Schulabgänger haben aktuell eine gute Chance einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Für alle Schüler, die dennoch keine Ausbildungsstelle finden oder diese nicht alleine halten können, bietet die Arbeitsagentur vielseitige Unterstützung an. Auch hier gab Herr Schlereth interessante Einblicke in die angebotenen Maßnahmen.

Jan Lorper, Leiter des Fallmanagements U25 des Jobcenters der Stadt Schweinfurt schloss seine Ausführungen daran an. Auch er gab Einblicke in die aktuellen statistischen Zahlen und die Arbeit des Fallmanagements. Hier ist besonders die Rückmeldung zum neu angelaufenen Coaching-Projekt CURA hervorzuheben, das bereits nach kurzer Zeit gut ausgelastet war und durch seine Niederschwelligkeit viele Familien praktisch unterstützen kann.
Beide Referenten bemerkten, dass die Zahl psychisch belasteter Jugendlicher in ihrer Arbeit derzeit zunimmt und der Umgang mit diesen jungen Menschen eine Herausforderung für die pädagogischen Fachkräfte darstellt.

Aus diesem Grund schloss Katharina Jantzer vom Bildungs- und Tagungszentrum der Agentur für Arbeit in Iphofen mit ihrem Vortrag an diese Problemstellung an. Sie referierte zum Thema „Psyche verstehen – Menschen professionell begegnen“ und ermöglichte nicht nur eine bessere Handlungsorientierung im Umgang mit psychisch auffälligen Jugendlichen, sondern gab auch interessante Einblicke in die Entstehung von psychischen Erkrankungen und die häufigsten Störungsbilder. Besonders wichtig sei ein sensibler Umgang mit dem Thema. Man müsse aufmerksam beobachten, Veränderungen wahrnehmen und einen offenen Umgang finden. Eine Enttabuisierung psychischer Krankheiten ist ein wichtiger Pfeiler für einen guten Umgang mit auffälligen Jugendlichen. Aber auch die eigenen Grenzen zu kennen ist wichtig. Als Pädagoge will man natürlich helfen, ist aber in der Regel nicht therapeutisch ausgebildet und muss darauf achten, rechtzeitig Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Auch aus Gründen einer guten Selbstfürsorge.

Es entstand ein interessanter Austausch zu diesem brisanten Thema. Wir freuen uns, dass sich auch nach offiziellem Ende der Veranstaltung noch kleine Diskussionsrunden bildeten und ein reger Austausch stattfand.

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