Bergrheinfeld (HK) Gerade für Hauptschüler wird es immer schwieriger einen Ausbildungsplatz zu finden. Deshalb sollten sie optimal vorbereitet sein. Mit dem Projekt „Schnittpunkt“, welches schon im zweiten Schuljahr an der Hauptschule Holderhecke in Bergrheinfeld angeboten wird, versucht man den Schülern mehr Sicherheit und Orientierung beim Übergang von der Schule in den Beruf zu geben.

„Schnittpunkt“, in Bergrheinfeld vertreten durch die Diplom-Pädagogin Angelika Meister, wird vom Arbeitsmarktfonds Bayern gefördert. Das Projekt gibt es an vier Schulen in der Stadt und im Landkreis Schweinfurt und läuft bis Ende August 2007. „Schnittpunkt“ ist eine Ergänzung zum normalen Unterricht, bei dem dieser Themenbereich theoretisch behandelt wird. Schulleiter Heinz Kociubski:

„Das reicht nicht aus. Den Ablauf eines Bewerbungsgespräches kennen und ein solches in der Praxis erfolgreich zu bestreiten, das sind zwei vollkommen unterschiedliche Fähigkeiten. Diese Praxis muss trainiert werden. Gerade Hauptschüler benötigen situationsgerechtes, realistisches Einzeltraining einer Bewerbungssituation. Sie brauchen jemanden, der ihnen bei den Terminen und den Formalitäten der Stellenbewebung individuell hilft, weil hier viele Eltern überfordert sind. Deswegen bin ich sehr dankbar für die Möglichkeiten dieses Projekts und wünsche mir, dass es in ähnlicher Form auch über das Jahr 2007 hinaus fortgeführt werden kann.“

So wird zum Beispiel mit den Schülern die aktuelle Ausbildungssituation erarbeitet und darauf geachtet, dass sich die Schüler rechtzeitig bewerben – und zwar in Berufen, in denen sie auch Chancen haben, eine Ausbildungsstelle zu bekommen. Dieses Schuljahr bietet Angelika Meister auch Bausteine an, welche die Lehrer für Ihre Klasse in Anspruch nehmen können, wie zum Beispiel Online-Bewerbungen in Theorie und Praxis.

Der Schwerpunkt von „Schnittpunkt“ liegt natürlich auf der Bearbeitung von Bewerbungen und dem praktischen üben von Vorstellungsgesprächen. Dabei findet eine Videoanalyse statt, wovon die Schüler stark profitieren. Gerade dabei sind viele Schüler sehr unsicher und haben keine passenden Antworten auf Fragen des Gegenübers parat.